be posh® testbericht

be posh® zigarettenähnlich einfachste Handhabung sicheres Nachfüllen geringe Leistung

be posh® – Test

Die e-Zigarette “be posh®“ („Sei schick!“) ist klein, sorgfältig gestaltet und wird mit hohem Aufwand auf großen Plakatwänden beworben – die Kosten der Kampagne bewegen sich im zweistelligen Millionenbereich. Vertreterbesuche beim Fachhandel ergänzen diese Maßnahme und so finden sich die „be posh®“-Produkte tatsächlich dort, wo die e-Zigarette eigentlich hingehört: im stationären Einzelhandel. Die “be posh®”- e-Zigaretten richten sich an neugierige Raucher – Einsteiger, die wohl von e-Zigaretten und vom „Dampfen“ mittlerweile gehört haben, ohne zu wissen, was das tatsächlich ist. Die Leistungsfähigkeit und das Dampferlebnis der “be posh®” helfen dabei wenig.

Beide „be posh®“-e-Zigaretten sind zigarettenähnlich – sog. „Cigalikes“. Sie ähneln im Design Tabakzigaretten. Die geringe Baugröße dieser e-Zigaretten bietet nicht den Platz für die Verwendung hochwertiger Technik und beschränkt die Leistungsfähigkeit von „Cigalikes“ stark.

Tatsächlich ist die “be posh®” die erste e-Zigarette, die uns untergekommen ist, bei der die „Einweg-e-Zigarette“ („Try“) dieselben technischen Werte wie die sog. wieder aufladbare „Select“ hat – beide “be posh®”-Modelle bieten mit einer Spannung von 3,7 Volt (Herstellerangabe) und einem Verdampferwiderstand von 3,1 Ohm die magere Leistung von 4,41 Watt - der heutige Standard liegt zwischen 8 und 15 Watt. So bietet dieses empfehlenswerte und preislich vergleichbare Einsteigermodell eine Leistung von 9 Watt mit einer Akku-Kapazität von 1.900 mAh – die “be posh®” wartet hier mit 170 mAh auf.

Cigalikes“ wie die „Try“ und die „Select“ von “be posh®” können daher nur ein unvollkommenes Bild „der wunderbaren Welt des Dampfens“ liefern. Dampfentwicklung und Geschmackserlebnis entsprechen anderen „Cigalikes“; die „vom persönlichen Dampfverhalten abhängige“ Zuganzahl von 225 Zügen haben wir nie erreicht. Zudem lässt beides nach etwa 60 Zügen stark nach. Der Flash („Kick“, „Hit“) ist selbst bei der 16 mg Variante eher theoretisch.

Diese zigarettenähnlichen e-Zigaretten helfen Rauchern, die nicht in leistungsfähigere Technik investieren wollen. Man umgeht Rauchverbote. Für Gelegenheitsraucher und leichte Raucher (max. 10 Zigaretten am Tag) leichter Tabake sind sie eine Wahl. Wer den direkten Hautkontakt zum Liquid sicher vermeiden will, findet derzeit keine Alternative.

Einsteiger droht möglicherweise eine Enttäuschung: Die geringen Leistungswerte solcher „Cigalikes“ spiegeln die reichen Möglichkeiten des Dampfens nur sehr eingeschränkt wider.

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©e-zigarette-test.de
erstellt: 08.10.2015
update: 08.10.2015

be posh® – eine „Cigalike“

Die “be posh®” ist eine sog. „Cigalike“ (englisch „alike“ = „wie“ oder „gleich wie“ – also „Wie eine Zigarette“). Solche e-Zigaretten ahmen das Aussehen von Tabakzigaretten nach und können häufig wie diese einhändig oder gar freihändig gedampft werden. An vielen ist sogar an der Spitze noch eine Leuchtdiode angebracht, um die Glut zu simulieren.

Solche e-Zigaretten haben eindeutige Vorteile:

  • Größe und Gewicht:
    Cigalikes“ sind klein und leicht. Sie passen in jede Brusttasche und sind leicht zu transportieren.
  • Wartung und Pflege:
    Cigalikes“ werden nur aufgeladen und mit vorbefüllten Aromakapseln versehen. Eine Reinigung von Verdampfern, Verdampferköpfen und Tanks entfällt - sowie die Wiederbeschaffung dieser Verschleißteile, denn all diese sind in den Aromakapseln enthalten.
  • Nachfüllen:
    Das Nachfüllen von e-Zigaretten mit Tanksystem ist immer mehr oder wenig klebrig – je nach Übung des Dampfers und nach Bauart des Tanksystems. Hierbei kommt es dann auch – wenn auf Gummihandschuhe verzichtet wird - zu unerwünschtem und möglicherweise riskantem Hautkontakt zum nikotinhaltigen Liquid.

    Cigalikes“ verwenden vorgefüllte Aromakapseln, die lediglich auf den Akkuträger aufgesetzt werden – sauber und ohne klebrige Finger. Diese Aromakapseln sind nicht für ein selbständiges Nachfüllen bestimmt.
  • Benutzung:
    Cigalikes“ sind in aller Regel automatische e-Zigaretten, d.h. man muss lediglich an der e-Zigarette ziehen, um zu dampfen, und nicht zusätzlich einen „Feuerknopf“ drücken. Dadurch gleicht die Benutzung einer „Cigalike“ noch mehr der Tabakzigarette. e-Zigaretten mit Tanksystem ähneln eher einem Asthmainhalator.
  • Die Lernkurve, also die Einarbeitungszeit in die Technik, geht bei den „Cigalikes“ gegen Null. Auspacken, Zusammenstecken, Losdampfen. Einfacher ist nur Nichtrauchen ;)
  • Design:
    Für viele Einsteiger ist das zigarettenähnliche Design sehr attraktiv. Die ersten e-Zigaretten kamen mit einem weißen Akkuträger, roter Leuchtdiode und filtergelben Aromakapseln. Ja, es gab sogar eine, die diese Aromakapsel mit echtem Filterpapier bezogen hat, so dass, was der geschulte Dampfer „Haptik“ nennt, also das „Anfühlgefühl“, bis auf das Gewicht nicht von dem einer Tabakzigarette zu unterscheiden war.

Diese Vorteile werden durch Größe und Bauart der „Cigalikes“ mit Nachteilen erkauft:

  • Die Größe der „Cigalikesverbietet den Einbau leistungsstarker Technik. Hierfür ist schlichtweg kein Platz vorhanden.
  • Auch die Wegwerfpolitik verbietet den Einbau hochwertiger Technik und sorgt auch bei vorbildlicher Entsorgung für mehr Umweltbelastung in Form von vermeidbarem Müll.

    Bei e-Zigaretten mit Tanksystem kann der Verdampferkopf über zwei bis vier Wochen genutzt werden, erst dann muss er ersetzt werden. Tank und Mundstück müssen noch seltener ausgetauscht werden.

    Bei den „Cigalikes“ wird die Aromakapsel mit der kompletten Technik nach nur einer Benutzung entsorgt – hochwertige Bauteile sind hier nicht sinnvoll.
  • Die vergleichsweise schwache Leistungsfähigkeit der „Cigalikes“ führt zu einem schwachen Dampf- und Geschmackserlebnis. Beides liegt deutlich hinter der von e-Zigaretten mit Tanksystem.
  • Die Aromakapseln sind i.a.R. „proprietäre“ Systeme, d.h. Sie können die Aromakapsel der Marke A nicht mit den Akkuträgern der Marke B verwenden. Das verringert die Geschmacksvielfalt erheblich. Bei Tanksystemen können Sie auf mittlerweile mehr als 100 Aromen zugreifen.
  • Aromakapseln können nachgefüllt werden – selbst die, die dafür nicht bestimmt sind. Dazu müssen Sie lediglich am „Mundende“ der Aromakapsel den Gummipfropfen entfernen und Liquid nachträufeln. So können Sie zwar andere Geschmackssorten dampfen und die Kapsel vielleicht vier, fünf Mal verwenden, aber dieses Nachfüllen ist fummelig und klebrig. Tanksysteme sind wesentlich leichter zu befüllen.

be posh® - die Vorteile

Die Vorteile der „be posh®“-Modelle sind die der Cigalikes: einfachste Handhabung, klein und leicht, klecker-, klebe- und kontaktfreies Nachfüllen. Vor allem der fehlende Hautkontakt zu Nikotin ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Bei e-Zigaretten mit Tanksystem lässt sich dieser nur durch Übung, Disziplin und Gummihandschuhe vermeiden.
Zusätzlich bietet das Unternehmen eine vorbildliche Entsorgung aller verbrauchten Teile. Auch die Einarbeitungszeit entfällt: Auspacken, Zusammenstecken, Losdampfen.

Größe und Gewicht

Beide derzeit (September 2015) angebotenen “be posh®”-Modelle sind ungefähr so groß wie eine Tabakzigarette; die Wegwerf-e-Zigarette „Try“ ist etwas kleiner und leichter. Beide können in einer Hand oder mit ein wenig Unterstützung durch den Zahnapparat sogar freihändig gedampft werden. So ist auch der Transport völlig problemlos.

Kinderleichte Benutzung

Beide “be posh®”-Modelle sind kinderleicht zu benutzen. Die Einweg-e-Zigarette müssen Sie lediglich auspacken und schon geht’s los. Die “be posh® Select“ laden Sie nach dem Auspacken zunächst auf, dann verbinden Sie die Aromakapsel per Magnetstecker mit dem Akkuträger und schon können Sie losdampfen.

Bei einer e-Zigarette mit Tanksystem müssen Sie schon bei der Bestellung an Liquids denken – die sind üblicherweise dem Set nicht beigelegt. Auch eine solche e-Zigarette müssen Sie i.a.R. zuerst aufladen. Dann empfiehlt es sich, die Bedienungsanleitung gründlich zu lesen – leider liegt die immer wieder nur in Englisch vor. Ist der Akkuträger aufgeladen, müssen Sie noch den Tank mit Liquid befüllen. Das ist zwar heute einfach, verlangt aber Übung und ist selbst dann noch klebrig und kleksig. Das ist nicht jedermanns Sache.

Pflege, Wartung und Reinigung

Die Pflege ist bei beiden “be posh®”-Modellen denkbar einfach: bei der “be posh® Try“ fällt sie vollkommen weg, sie wird nach Benutzung einfach entsorgt. Die “be posh® Select“ muss lediglich wieder aufgeladen werden und die „aufgedampfte“ Aromakapsel durch eine neue ersetzt werden.

Da die “be posh® Select“ mit Aromakapseln betrieben wird, entfallen Wartung, Reinigung und Wiederbeschaffung der Verschleißteile (Tank, Verdampfer, Verdampferköpfe, Mundstück) vollständig. All diese sind in der Aromakapsel enthalten und werden mit dieser entsorgt und durch neue ersetzt. Sie müssen lediglich den Akkuträger wie bei allen e-Zigaretten nach etwa 200 Ladezyklen austauschen.

Bei e-Zigaretten mit Tanksystem fällt hier deutlich mehr Arbeit an:

  • Beim Befüllen des Tankes müssen Sie Mundstück, Tank (Luftkanal), Tankboden und alle Kontaktflächen sorgfältig reinigen
  • Etwa einmal pro Woche sollten Sie das Mundstück, den gesamten Tank und den Tankboden mit Wasser reinigen
  • Auch der Verdampferkopf muss regelmäßig (alle zwei bis vier Wochen) gereinigt werden. Schlussendlich muss er als Verschleißteil ausgetauscht werden
  • Nach ein paar Monaten wird das Mundstück unansehnlich und Sie wollen es dann vermutlich durch ein neues ersetzen
  • Sie müssen regelmäßig für Ersatz der Verschleißteile sorgen; Verdampferköpfe können Sie nur ca. 4-5 mal reinigen

„Nachfüllen“

Auch das „Nachfüllen“ der “be posh® Select“ gelingt mühelos und vor allem ohne gefährlichen Hautkontakt zum Liquid. Selbst ohne Gummihandschuhe klebt da nichts. Sie tauschen die leer gedampfte Aromakapsel durch eine neue, bereits mit Liquid gefüllte aus. Die “be posh® Select“ verzichtet zudem auf Schraubverschlüsse. Die neue Aromakapsel findet Anschluss durch simples Aufstecken und wird magnetisch gehalten. Das war’s!

Das Nachfüllen einer e-Zigarette mit Tanksystem ist deutlich aufwendiger und vor allem eine klebrige Angelegenheit.

vorbildliche Entsorgung

be posh®” bietet mit „posh pro nature“ eine vorbildliche Entsorgung der umweltbelastenden Einweg-e-Zigaretten, verschlissenen Akkuträger und leeren Aromakapseln gratis an. Alle benutzten Produkte können in dieser Packung gesammelt und direkt an „be posh®“ zurückgesendet werden. Sehr löblich!

Design

Wie schon der Name sagt: „Be posh!“ - „Sei schick“ und freier übersetzt mit „Gehöre zu denen, die schick, modern und auf der Höhe der Zeit sind!“ Verpackung und die e-Zigaretten „Try“ wie „Select“ sind professionell und „echt todschick“: Beide sind schwarz, der gestylte Markenname macht in weißer Schrift aufmerksam. Sogar die simulierte Glut der Leuchtdiode zeigt ein „Be“ in der Gestaltung des Logos.

be posh® - die Nachteile

zigarettenähnliche e-Zigaretten

Die Vorteile aller Cigalikes werden mit erheblich Nachteilen erkauft - Größe und Bauart erlauben die Verwendung leistungsstärkerer Technik nicht.

Die notwendigen Kompromisse führen zu verminderter Ausdauer, geringer Dampfausbeute und einem schwachen Dampferlebnis, jedenfalls wenn man dies mit dem heute möglichen vergleicht.

Zwar sprechen Einfachheit der Bedienung und sicherer Umgang mit Liquids für "Cigalikes", allerdings beträgt die Einarbeitungszeit in eine e-Zigarette mit Tanksystem etwa 30 Minuten und Gummihandschuhe sorgen für Sicherheit.

Diese Vorteile bringen allerdings eine Reihe von Nachteilen mit sich. Die Baugröße verbietet derzeit den Einsatz von wirklich leistungsfähiger Technik, die in größeren e-Zigaretten mit Tanksystem zum gewünschten Dampferlebnis und ggf. Kostenersparnis führt. „Cigalikes“ wie die “be posh®” sind schlichtweg zu klein und so fällt der technische Vergleich von „Cigalikes“ und e-Zigaretten mit Tanksystem immer ungünstig aus. Auch Dampferlebnis und Geschmacksentfaltung können nicht mithalten.

Akku

Mit nur 170 mAh Akkukapazität kommt der Akku der “be posh®” nicht einmal in die Nähe der 650 mAh dieser heute veralteten e-Zigarette mit Tanksystem. Dieser hält bei einem Verdampferwiderstand von 1.8 Ohm knappe drei Stunden. “be posh®” verspricht „je nach persönlichem Zugverhalten“ eine Zuganzahl von 225 Zügen, was bei ca. 10 Zügen pro Zigarette einer guten Schachtel Tabakzigaretten entspräche.

Diese Zuganzahl haben wir allerdings nie erreicht. Nach etwa 60 „normalen“ Zügen und beim bestimmungsgemäßen Gebrauch – also als Ersatz für die Tabakzigarette - ließ die Leistung des Akkus nach. Der Zugwiderstand wuchs, Dampf und Geschmack gingen erheblich zurück. Unser Limit lag bei etwa 120 Zügen - ein Wiederaufladen wurde notwendig.

Ein witziger User eines Forums stellte nach derselben Beobachtung die Frage: "Soll ich denn in die "Poschi" reinpusten, um auf 225 Züge zu kommen?" und bezog sich auf den Vorbehalt "je nach Dampfverhalten".

Bei einer Spannung von nominalen 3.7 Volt und einem Verdampferwiderstand von 3.1 Ohm ergibt sich eine Leistung von schmalen 4,41 Watt. Selbst die o.g. veraltete e-Zigarette liefert 7,6 Watt und erreicht fast die heute üblichen 8 – 15 Watt. Die “be posh®” ist hier weit abgeschlagen.

Einen tieferen Einblick in die technische Beschaffenheit bietet dieser Artikel .

Leuchtdiode

Die e-Zigaretten der ersten Stunde verfügten wie die „be posh®“ über eine Leuchtdiode, die beim Ziehen die Glut einer Tabakzigarette nachahmt. Bei den allerersten e-Zigaretten war das lustig – so verspielt waren damals die Dampfer. Aber schon bald zeigten sich Nachteile der Leuchtdiode.

Dampft man eine solche „Cigalike“ in einer Rauchverbotszone, so entsteht für Umstehende leicht das Missverständnis, man rauche eine Tabakzigarette und wird so Ziel des aufkommenden Zornes. Auch an sich aufgeschlossene Gastwirte werden bald müde zu erklären: „Das ist eine Elektrische!“, machen von ihrem Hausrecht Gebrauch und verbieten das Dampfen in ihren Räumen.

Anererseits verbraucht die Leuchtdiode natürlich ein klein wenig Strom, und das braucht eine Akku mit einem Kapazitätchen von 170 mAh tatsächlich nicht.

Diese Leuchtdiode ist vollkommen überflüssig. Sie leistet dem Dampfer keinen Dienst, denn er sollte am Geschmack und Dampf merken, was er da tut, und nicht durch ein optisches Signal darauf hingewiesen werden, dass er nun eigentlich etwas merken müsste, nischwa.

Dampfentwicklung

Die Dampfentwicklung der “be posh®” entspricht der Leistung von 4,41 Watt. Beide “be posh®”-Modelle verlangen einen wirklich festen Zug – etwa wie an einer schlecht selbst gedrehten Zigarette – und liefern dann ein „Dämpfchen“ – keinesfalls so viel wie bei einer Tabakzigarette.

Flash

Auch der „Flash“ („Kick“, „Hit“) liegt in Kehle und Lunge unter der Erfahrungsgrenze. Für den “be posh®”-Test wurden Aromakapseln mit 16 mg Nikotinstärke verwandt, aber selbst in den sensiblen Morgenstunden, soz. „bei der wunderbaren Ersten am Morgen“, war eher die Abwesenheit des „Flashs“, dieses so wichtigen Bestandteiles der „Rauchsimulation“, festzustellen. Eine leistungsfähigere e-Zigarette liefert hier erwartungsgemäß und mühelos.

Geschmacksentfaltung

Die Geschmacksentwicklung ist so ungenügend wie die Dampfentwicklung. Bestenfalls im Abgang war eine Ahnung des verwendeten Aromas zu entdecken. Hier leisten e-Zigaretten mit Tanksystem deutlich mehr.

Aromen

be posh®“ bietet derzeit (September 2015) 8 verschiedene Aromasorten in den Nikotinstärken 8 mg und 16 mg an. Die Geschmackssorten „Menthol“ und „Tabak“ gibt es auch nikotinfrei. Im Vergleich zu den über 100 verschiedenen Aromen, die für e-Zigaretten mit Tanksystem zur Verfügung stehen, ist das zwar sehr bescheiden, allerdings im Prinzip ausreichend, denn auch erfahrene Dampfer nutzen nicht dauernd alle verfügbaren Liquids. Jedoch können zum Betrieb der „be posh®“-e-Zigaretten nur die Aromakapseln von „be posh®“ verwendet werden, denn die „Caps“ sind nicht zum Nachfüllen bestimmt und der systemeigene Magnetstecker verhindert die Nutzung von Aromakapseln anderer Anbieter. So beschränkt sich die für Ein- und Umsteiger so wichtige Experimentierphase auf eben jene 8 Aromen.

In Punkto Geschmacksentfaltung, Dampfentwicklung und Flash lassen die Aromen viel zu wünschen übrig (s.o.)

Vorsicht Kinder

Vorsicht Kinder!

Nikotinhaltige Liquids sind giftig! Sie sind eine potentielle Gefahr für Kinder, aber auch für Haustiere!

  • Schließen Sie die Liquids weg!
  • Bewahren Sie die Liquids nicht im Kühlschrank auf!
  • Lassen Sie keine geöffneten Liquids herumstehen!

Alle Liquids sind gefährlich für Kinder. Auch die „be posh® Caps“ müssen kindersicher verwahrt werden. Zwar sind Sie als erwachsener und vernünftiger Dampfer vor Kontakt mit dem Liquid geschützt. Das gilt allerdings nicht unbedingt für Kinder.

  • Die „Caps“ sind sehr klein und können leicht im Mund der Zwerge landen
  • Wenn Sie am Mundende den Gummipfropfen entfernen, kommen Sie so an die mit Liquid getränkte Watte. Der Nachwuchs schafft das auch.

Verwahren Sie alle „Caps“ und einen Einweg-e-Zigarettenvorrat kindersicher auf – am besten verschlossen!

Preis

Die Einweg-e-Zigarette „Try“ von „be posh®“ liegt mit €5,99 im üblichen Bereich für diese e-Zigaretten. Der Hersteller verspricht das Äquivalent zu 25 Tabakzigaretten - etwa der Preis für eine Schachtel Tabakzigaretten.

Die wieder aufladbare „Select“ schlägt mit knapp €20,- zu Buche – darin sind allerdings schon zwei Aromakapseln enthalten. Den Akku kann man nach Herstellerangaben 200 Mal wieder aufladen. Der dann notwendige Ersatzakku kostet €5,99. Ein 4er-Pack „Caps“ kostet 9,99 und entspricht – wieder nach Herstellerangaben – 25 Tabakzigaretten. Je nach persönlichem Dampfverhalten, versteht sich. Wenn wir diese Angaben nun zu Grunde legen und davon ausgehen, dass ein „Normaldampfer“ mit einer Aromakapsel pro Tag auskommt, ergibt sich folgende theoretische Beispielrechnung:


Kostenrechnung
be posh®

200 Tage

Akku

5.99

5.99

Caps

9.99

pro Tag

2.50

499.50

Summe für 200 Tage

505.49

Tag

2.53

Monat (30 Tage)

75.82

Damit liegen die Kosten für die „Select“ zwar etwa 14% über den beispielhaft ermittelten Kosten für eine e-Zigarette mit Tanksystem, aber immer noch bei weniger als der Hälfte der Kosten für einen entsprechenden Tabakkonsum.

Allerdings liegt dieser Beispielrechnung die optimistische Annahme zugrunde, dass eine Aromakapsel tatsächlich 225 Züge liefert. Diese Anzahl haben wir nie erreicht.

 

Made in Germany?

Die e-Zigarette „be posh®“ kommt mit dem Gütesiegel „Made in Germany“. Dazu sollte man wissen, dass dies kein staatliches Gütesiegel ist, sondern von Herstellern selbst vergeben wird und für die Verwendung keine klaren Regeln bestehen. So produzieren viele deutsche Großunternehmen im Ausland und beziehen auch sog. „Halbzeuge“ und Vorprodukte von lokalen Zulieferern – und doch vertreiben sie ihre Produkte als „Made in Germany“.

Auch die Bestandteile der „be posh®“-e-Zigaretten stammen aus „Fernost und Deutschland“ – wie eine Nachfrage beim Unternehmen ergab. Was nun genau aus welchem Land kommt, wollte man nicht preisgeben – ein Schelm, wer Böses dabei denkt ;)

Für wen eignet sich die „be posh®“?

Ein Benutzerkreis wird mit „Cigalikes“ wie den „be posh®“-Modellen zufrieden sein:

  • Gelegenheitsraucher- und Raucher (extrem) leichter Tabake
  • Jene, die nur Rauchverbote umgehen wollen

Eine weitere Benutzergruppe sind jene, die

  • eine vollkommen kinderleichte Pflege und Wartung wünschen
  • jedweden möglichen Hautkontakt zum Liquid sicher vermeiden möchten
  • das Nachfüllen durch simples Auswechseln der Aromakapsel erledigen wollen
  • die etwa 15-minütige Einarbeitung in eine e-Zigarette mit Tanksystem scheuen

Diese Punkte sprechen eindeutig für die „be posh®“-Modelle.

be posh® – für Einsteiger?

Die aufwendige Werbekampagne für die „be posh®“-Modelle richtet sich wohl in erster Linie an Raucher, die vielleicht schon etwas von der „Elektrischen“ gehört haben, aber nicht wissen, was das Dampfen eigentlich ist und welche reiche Vielfalt an Möglichkeiten sich hier bieten. Die lobenswerte Einfachheit der Bedienung der „be posh®“ verspricht zudem, einen scheinbaren Einstieg in das Dampfen.

Allerdings steht dem die baubedingte niedrige Leistungsfähigkeit beider Modelle entgegen.

Unkundige Einsteiger können hier nur einen unvollkommenen Eindruck vom Dampfen erlangen, und wenden sich nach einer möglichen Enttäuschung vielleicht wieder vom Dampfen ab. Natürlich kann auch die Neugier aufs Dampfen geweckt werden und man entdeckt die engen Leistungsgrenzen der „be bosh®“-Modelle. Das führt dann zum Kauf einer „richtigen“ e-Zigarette; die „be posh®“ in der Schublade und die schlappen €20,- für eine „Select“ fallen unter „Forschungsausgaben“.

Besser ist es, sich eine diese empfehlenswerte e-Zigarette für Einsteiger zu besorgen – sie ermöglicht den kostengünstigen und einfachen Umstieg. Wer sich sicher ist, dass er umsteigen will, greift am besten gleich zu dieser qualitativ hochwertigen e-Zigarette. Sie ist mit ca. €55,- zwar deutlich teurer, lässt dafür aber in Punkto Qualität, Leistungsfähigkeit und Geschmack keine Wünsche offen.

Zusammenfassend: Gerade für Einsteiger ist die erste e-Zigarette besonders wichtig. Bei ihr muss alles kompromisslos stimmen, sonst besteht die reale Möglichkeit, dass das Experiment misslingt.

Der „be posh® Select“ fehlt ein PCC

Um aushäusig die geringe Reichweite des Akkus auszugleichen und den Liquidnachschub zu sichern, greifen manche „Cigalikes auf einen „Portable Charging Case“ (PCC) zurück. Diese „Rumtrageschachtel“ bietet in aller Regel Platz für zwei Akkuträger, so dass einer aufgeladen ist, während Sie mit dem anderen unterbrechungsfreies Dampfen. Außerdem verstauen Sie hier z.B. 5 Aromakapseln. Dieser PCC ist etwa so groß wie eine Zigarettenschachtel und lässt sich gut in der Hosentasche transportieren. Der PCC selbst muss natürlich aufgeladen werden. Das erledigt man gut über Nacht.

Wenn Sie sich also für eine „be posh®“ entscheiden, besorgen Sie sich gleich einen zweiten Akku für €5,99. Dann laden Sie den einen, während Sie den anderen benutzen.

Bisher steht ein PCC von „be posh®“ nicht zur Verfügung.

Die „be posh®“-Werbekampagne

Die 30-Millionen schwere Werbekampagne für die „be posh®“ ist eine wunderbare Sache. Millionen von Rauchern werden durch die massive Plakatwerbung auf die e-Zigarette aufmerksam. Vertreter des Unternehmens besuchen den einschlägigen Einzelhandel und versorgen diesen mit Produktständern. So erreicht die e-Zigarette den Ort, an dem sie in erster Linie zu finden sein sollte: die Verkaufsstellen für Tabakprodukte. Sie stellen fest, dass e-Zigaretten kein dubioses Gerät aus der Schmuddelecke sind, sondern ein – neudeutsch – „geiles“ Lifestyleprodukt. Damit übernimmt „be posh®“ die Imagewerbung für alle e-Zigaretten.

Ein solches Engagement für das eigene Produkt wünschen wir uns von allen Herstellern und Anbietern von e-Zigaretten

Vielen Dank!

Auf einen Blick

Gefällt

Gefällt nicht

  • Technik nicht auf der Höhe der Zeit
  • Geringe Akkukapazität (170 mAh)
  • Geringe Leistung von nur 4,41 Watt
  • Wiederaufladbare „be posh® Select“ hat dieselben technischen Werte wie die Wegwerf-e-Zigarette „be posh® Try“
  • Hoher Zugwiderstand
  • Schwache Dampfausbeute
  • Flash?
  • Unbefriedigendes Geschmackserlebnis
  • Zuganzahl von 225 (Herstellerangabe) im Test nie erreicht (max. ca. 130)
  • PCC (Portable Charging Case, „tragbare Aufladeschachtel“) fehlt
  • Nur 8 Aromasorten
  • Proprietäres Kapselsystem

Fazit

Beide „be posh®“-Modelle unterliegen den engen Leistungsgrenzen, die bei zigarettenähnlichen e-Zigaretten, den „Cigalikes“, aufgrund der Baugröße üblich sind. Der Akku mit einer Kapazität von 170 mAh liefert bei einer Spannung von nominalen 3,7 Volt und einem Verdampferwiderstand von 3,1 Ohm 4,41 Watt Leistung – Standardwerte aktueller e-Zigaretten mit Tanksystem liegen zwischen 8 und 15 Watt. Aus der niedrigen Leistung folgt die geringe Dampfentwicklung und das unbefriedigende Geschmackserlebnis. Durch den praktischen Magnetstecker hat „be posh®“ zwar die Bedienung weiter vereinfacht, aber leider bringt dies eine Beschränkung auf die 8 Aromasorten der „be posh® Caps“ mit, da Aromakapseln anderer Anbieter nicht kompatibel sind.

Am ehesten eignen sich die „be posh®-Modelle zur Umgehung von Rauchverboten. Auch Gelegenheitsraucher und Raucher leichter Tabake sind wohl zufrieden. Wer sicher den Hautkontakt beim Wiederbefüllen von e-Zigaretten mit Tanksystem vermeiden will und eine absolut kinderleichte Bedienung ohne Einarbeitungszeit wüscht, kommt an solchen „Cigalikes“ nicht vorbei.

Einsteigern raten wir von dieser e-Zigarette ab. Für die erste e-Zigarette gilt: Hier muss alles stimmen, sonst wendet sich der enttäuschte Raucher, ohne wirklich einen guten Einblick in die Möglichkeiten des Dampfens gewonnen zu haben, wieder der Tabakzigarette zu. Wir empfehlen kostenbewussten Einsteigern diese e-Zigarette.

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