Dampfen ohne Umschulung – Silver Joy

e-Zigarette Silver Joy

Also ich bin nun wirklich kein Bastler. Ist nicht meine Stärke.

Ich streiche meine Wohnung, betanke mein Auto und rauch(t)e meine Zigaretten, aber Tapezieren, Ölwechsel und Zigaretten drehen: das lasse ich machen.

Also: warum soll ich bei der e-Fluppe nun eine zweite Ausbildung anfangen? Ich will nicht basteln – ich will einfach nur Dampfen!

Die e-Zigarette soll für mich genauso bequem sein wie früher: rein in den Laden, Stange geholt (wegen des Gratis-Feuerzeugs, das es dazu gibt) - und fertig ist die Laube!

Das will ich auch von meiner e-Zigarette. E-Zigaretten sind besser als Tabakzigaretten, e-Zigaretten sind günstiger im Verbrauch, und oft kannst Du e-Zigaretten an Orten rauchen, wo die Krebssticks aus gutem Grund verboten sind – z.B. in meiner Kneipe.

Ansonsten interessiert mich nur noch das Rauchen sprich „Dampfen“ an sich.

Rauchen oder nun Dampfen ist nicht mein Lebensmittelpunkt. Ich mache eigentlich was anderes. Nur weil ich am Nikotin hänge, muss ich daraus ja nun keine Weltanschauung machen. Selbst Diabetiker machen nicht so viel Wind um ihre Ausrüstung.

Außerdem gibt es viel Interessanteres als Ampere, Watt und Gewindedurchmesser oder wie man was worum wickelt, und worauf man aufpassen muss, dass einem das nicht alles um die Ohren fliegt. Auch das Nachfüllen ist ja eher was für Leidenswillige - der Hautkontakt mit dem Liquid gilt als riskant.

Wen das interessiert, wer die notwendige Technik und Chemie beherrscht, wer diesen irren Aufwand betreiben will, um die optimal aufgebaute e-Zigarette für zwei Stunden in Händen zu halten – danach muss sie wieder auseinandergebaut, gereinigt und neu gewickelt werden ;) – dem zolle ich hier Respekt: Hut ab!

Aber ich kaufe meine Pullover fertig im Laden – ich strick die nicht selber. Dann hab ich Zeit für meine Sachen. Deswegen habe ich mir die Silver Joy kommen lassen. Das ist so was wie eine „ewige Schachtel Zigaretten“.

Ein persönlicher Erfahrungsbericht von Henner.

Qualität und einfache Bedienung!

„Ich will dampfen, nicht fummeln!“

Auf Qualität und Bedienerfreundlichkeit lege ich großen Wert. Ich will da keine komplizierte Schulung machen müssen – soll eher intuitiv zu entdecken und bedienen sein. Ich will dampfen, nicht fummeln!

Bedienungsanleitung

Knapp, übersichtlich und komplett in Deutsch. Enthält alles Wesentliche – für einen Technikmuffel wie mich ist da allerdings schon `ne Grenze erreicht. Ich muss immerhin vier Knöppe identifizieren und kennen lernen.

PCC

Silver Joy mit tragbarem Ladegerät

1250 mAh
Portable Pocket Charger
„Rumtrageladeschachtel“

Das ist für mich hier das Kernstück, deswegen habe ich mir das Teil geholt. Diese „Rumtrageladeschachtel“ (PCC, Portable Pocket Charger, „Tragbares Taschenladegerät“) stellt für den alten Raucher in mir das Stück Gewohnheit dar, das mir Lieb geworden ist.

Verlasse niemals die Wohnung ohne Schachtel und Ersatzschachtel!

Das Teil ist so groß wie, aber wiegt wohl mehr als eine Schachtel Zigaretten. Nichts für meine Brusttasche am Hemd, aber dafür löst sie gleich mehrere Probleme:

  • Aufbewahrung
    das ist der Platz für meine „aktive“ E-Zigarette
  • Vorrat
    hat Platz für 5 Cartos und einen Ersatz-Akku
  • Ladegerät
    der PCC bewahrt nicht nur auf, sondern er lädt die Akkus auch. Dadurch habe ich jederzeit – auch wenn ich lange unterwegs bin – Dampfgenuss.
  • Das Aufladen des Akkus für die e-Zigarette dauert zwei Stunden und der Ladevorgang kann an einem Display verfolgt werden.
  • Der PCC selbst wird entweder per Netzteil oder per USB-Ladekabel geladen und kann so einen Akku bis zu acht Mal aufladen. Dann musst Du den PCC selber erst wieder aufladen – typischerweise über Nacht wie Dein Händi.
  • Neckische Spielerei: die Rumtrageschachtel verfügt doch tatsächlich um eine Taschenlampe. Vermutlich war da unten einfach Platz. Wer weiß, vielleicht gibt’s das Ding ja bald mit eingebautem Smartphone ;)

Cartomizer

510 Gewinde
350 Züge (?)

Das Starterkit kommt mit 5 Cartos im PCC, alles hygienisch verpackt, versiegelt und mit Gummipöppel zum Verschluss („Cartomizerkondom“).

Das ist eine geniale Erfindung für sone welche wie mich. Eine Verbindung von Nikotindepot und Verdampfer (CARTridge + ATOMIZER= Cartomizer, kurz Carto)

Wenn der Carto leer ist, schmeißte alles weg. Nix mit Nachfüllen und Kleckern oder Verdampfer in der Espressomaschine reinigen – einfach neuen Carto auspacken und aufschrauben – das ist alles.

Die Reichweite wird angegeben mit 350 Zügen, aber mit Verlaub: da musste dann schon zart verhalten ziehen …

Achtung: die Cartomizer sind nicht zum Nachfüllen gedacht! Wer das dennoch versucht, vergibt IMHO einen großen Vorteil dieser Teile.

Akkus

510 Gewinde
180 mAh
Automatische Abschaltung

Die Akkus sind nicht die Stärke der SilverJoy. Sie halten zwei, vielleicht auch drei Stunden. Dann müssen sie neu geladen werden. Normalerweise wäre das ein KO-Grund, denn was machste, wenn Du den ganzen Tag bis spät abends unterwegs bist? 8 Akkus in’n Reserverucksack?

Da springt nu der PCC hilfreich zur Seite. Denn während Du einen Akku benutzt, wird der andere aufgeladen. Ist der erste dann leer, tauschst Du ihn gegen den vollen aus dem PCC aus, dampfst weiter bis der nu auch wieder leer ist. Dann tauschste einfach wieder aus.

Die Akkus sind sehr empfindlich! Sie lassen sich nicht nur „bestimmungsgemäß“ durch Ziehen an der Dampfe, sondern auch durch eigentlich überflüssige „Alternativen“ aktivieren: Pusten, Klopfen und „laute“ Geräusche schalten die blaue LED an ;)

Kosten

Die Kosten für eine e-Zigarette zu ermitteln, ist nicht so ganz einfach.

Das hängt von persönlichen Faktoren ab:

  • dem „alten“ Rauchverhalten, also wie viele Pyros Du pro Tag geraucht hast
  • die Zugtechnik: wenn Du da nicht umlernst, wird es teurer

Zugtechnik …

Ich gehör(t)e zu den Meilenweitgängern ("Lama" ;), filterlos) und habe davon im Schnitt eine Schachtel am Tag geraucht. D.h. ich bin an durchaus starke Zigaretten gewöhnt.

… bei Tabakzigaretten

Wenn Du eine Zigarette qualmst, dann ziehst Du daran kurz und heftig. Das führt zu unserem „Nikotinkick“. Außerdem ist sone Zigarette (aus Tabak) ja auch nach 7-10 Zügen „alle“. D.h. Du ziehst innerhalb von ein paar Minuten relativ oft und dann ist Pause.

… bei e-Zigaretten

Wenn Du so wie an einer Tabakzigarette an einer e-Zigarette ziehst, wirst Du wenig Freude haben. Da musst Du umlernen:

  • langsam und ruhig
    das Ziehen an einer e-Zigarette ist schon eher wie das Ziehen an einer Tabakpfeife. Eher „ruhig und sachlich“ - nicht „kurz und heftig“
  • mach öfter mal `ne Pause:
    die e-Zigarette hält länger als 7-10 Züge. D.h. Du wirst am Anfang vermutlich `ne halbe Stunde hintereinander weg dampfen, ohne es zu merken. Das ist so, als ob Du 3-4 Zigaretten hintereinander rauchst – haste das oft gemacht?

    Die e-Zigarette erlaubt Dir zwei Züge zu machen, dann legste die Dampfe weg und 10 Minuten später nimmste noch mal zwei Züge, fünf Minuten Pause, drei Züge usw.

    Du siehst, da bist Du viel flexibler. Du kannst auch nur mal einen Zug nehmen :D

  • Du findest das sicher ganz schnell selber durch Ausprobieren raus und erst dann gibt’s den „vollen Dampfgenuss“: anders, aber besser als Rauchen!

Wie vielen Zigaretten entspricht ein Cartomizer?

Wie viele Cartomizer ersetzen eine Schachtel Zigaretten?

Pi mal Daumen:
4 Cartos = 3 Schachteln

Vorbemerkung: ich bin kein Freund von schön gerechneten Beispielen. Ich mag’s lieber konservativ und knapp und möchte wissen, was wenigstens dabei rauskommt. Wenn ich mich dann irre, wird’s einfach billiger. Bei meiner Beispielrechnung gehe ich von einer effektiven Zugtechnik aus.

Wie vielen Zigaretten entspricht ein Carto?

In diesem Beispiel gehe ich davon aus, dass Du aus einem Carto ca. 15 Zigaretten dampfen kannst. Heute Morgen hat `ne Packung meiner „alten Zigaretten“ 4,90 €uro (19 Zigaretten) gekostet. Mit ein wenig Dreisatz komm ich dann auf

1,76 €uro pro „Packung“

„Packung“ heißt hier natürlich die Menge an e-Liquids (Cartos), die etwa 19 Zigaretten entspricht. Und 1,76 €uro kostet diese Menge.

Das sind ca 1,25 Cartos für eine Schachtel oder 4 Cartomizer entsprechen etwa 3 Schachteln Zigaretten.

Anschaffungskosten

Erster Monat

Die e-Zigarette ist in der Anschaffung teuer. Punkt. Da musst Du `ne Stange Geld raustun quasi als Investition in die Zukunft. Dann brauchst Du natürlich e-Liquids (Cartos) für einen Monat:

e-zigarette: Kosten für ein Starterkit

Das ist eine Stange Geld, und Du musst sie am Anfang gleich raustun – das brennt ein Loch in Deine Geldbörse, aber wenn Du den Preis für eine Schachtel Zigaretten (4,90 €/19 Zigaretten) nimmst, macht das im Monat stolze 147,00 €uro. D.h. die Anschaffung ist schon im ersten Monat wieder raus!

Und in diesem Preis ist auch ein Ersatzakku (also ein dritter) mit in der Tüte. Jeder Akku hält etwa 6 Monate, so dass Du für den Rest des Jahres keine weitere Hardware kaufen musst :)

Folgemonate

In den folgenden Monaten brauchst Du nur noch e-Liquids, also die Cartos:

e-Zigarette: Kosten übers Jahr

Du siehst, jetzt geht das Sparen los.

Pro Jahr

Bezogen auf das ganze Jahr ergibt sich folgende Rechnung:

e-Zigarette: Kosten pro Jahr

Die Kosten für Zigaretten ergeben sich aus 12 x 147,00 €. Na ja, und der Rest ist schlichtes Rechnen.

Was mir nicht gefällt

Plastikmundstück

Es gibt an dem Teil auch einiges, das ich gerne anders hätte.

Das ist zwar sowas wie der „Standard“ bei e-Zigaretten, fast alle haben ja Plastikmundstücke. Da - finde ich - könnte man von den Pfeifenherstellern durchaus was lernen: die fertigen ihre Mundstücke aus Horn oder noch edleren Materialien.

Außerdem ist die Form eines Pfeifenmundstücks (abgeflacht, nicht rund, mit relativ großer, länglicher Zugöffnung) meiner Meinung nach besser an die erforderliche Zugtechnik (sanft, ruhig, langsam) angepasst.

Akkulaufzeit

Garantie für PCC

Zwei bis maximal drei Stunden sind knapp. Der PCC löst natürlich dieses Problem.

Die Garantiezeit für die „Rumtrageladeschachtel“ (PCC) ist mit drei Monaten echt knapp. Pessimisten wie ich rechnen dann mit drei zusätzlichen PCC’s pro jahr, macht € 77,85 extra. Das dämpft die Freude :( Ein wenig :)

Tipp

Wenn Du Dir die Zeit nimmst und mit dem Support von mrsmoke telefonierst, dann erfährst Du, dass da auch die größeren 510-T Akkus passen – „kompatibel“ nennt sich das.

Was bringt das?

Na ja, die Akkus sind stärker und halten länger durch. Aus meiner Genussdampfersicht behebt das ein Problem, das es eigentlich nicht gibt, schafft dafür aber ein neues: klar, die Akkus der Silver Joy sind klein, aber dafür hast Du ja den PCC. Also warum die Mühe?

Nun hast Du aber einen neuen Akku – und den kannst Du nicht in dem PCC aufladen, d.h. Du hast da einen zweiten Technikstrang …

Fazit

  • Dieses Gerät richtet sich an den Genussdampfer – nicht an den Bastler.
  • Es ist komplett, lässt sich sofort ohne Vorkenntnisse erfolgreich verwenden. Die Handhabung ist leicht und leicht zu verstehen.
  • Dampfentwicklung und „Kick“ entsprechen durchaus der einer normalen Tabakzigarette.
  • Die „kurze“ Reichweite der Akkus wird durch die mitgelieferte Ladeschachtel (PCC) locker ausgeglichen.
  • Diese dient außerdem noch als ungeheuer praktische Aufbewahrungsmöglichkeit für alle zum Dampfen notwendigen Utensilien: Cartos, Ersatzakkus und Dampfe finden hier Platz.
  • Der Preis liegt noch im Rahmen - eine lohnende Investition in Bedienerfreundlichkeit und Qualität.

Bezugsquelle

Das Gerät wird von mrsmoke aus Hamburg vertrieben. Ihr könnt dort sogar auf Rechnung (!) kaufen.

mrsmoke - Silver Joy

Vielen Dank für diesen ausführlichen Bericht, Henner!