die e-zigarette: geschichte und einführung

Zur Geschichte

China, wir schreiben das Jahr 2003. Das Rauchen ist weltweit als gesundheits- ja lebensgefährdend, anti-sozial und teuer erkannt. Kreative im Land der aufgehenden Sonne ersinnen eine Apparatur, die dem Raucher ermöglichen soll, seiner Sucht zu frönen und dennoch ein Stück Freiheit zu gewinnen. Die elektrische Zigarette, auch e-Zigarette oder chique e-cigarette, im angel-sächsischen gleich „electronic cigarette" ist erfunden. Seither hat sie sich in mehr als 50 Ländern weltweit verbreitet, und beansprucht, eine „gesündere" Alternative zum herkömmlichen Rauchen zu sein, da bei ihrer Benutzung weder Teer noch andere schädliche Inhaltstoffe der traditionellen Zigarette entstehen.

Die traditionelle Zigarette

Die herkömmliche Zigarette, Zigarre oder Pfeife bedient den Nikotinjunkie durch einen Verbrennungsprozess, indem neben dem hochgiftigen und suchterzeugenden Nikotin eigentlich unwillkommene Beigaben wie Kohlenmonoxid, Teer und so um die 60 krebserregenden Zutaten Einlass in den bedauernswerten Körper des Rauchers finden. Die Lunge wird zum Sondermüll.

Die elektrische Zigarette

Die elektrische Zigarette nun will den Genuss von Nikotin ohne diese Schadstoffe ermöglichen, denn: hier brennt nichts, hier dampft es!
Mittels Akku, Zerstäuber, Heizspirale und einem Depot für Nikotin und Aromastoffe wird ein Aerosol, ein Dampf erzeugt, also kein dem Verbrennungsprozess entspringender Rauch. Und so befinden sich in dem Dampfgemisch auch nicht jene oben erwähnten Zusatzstoffe, lediglich das für Schlaganfall, Herzinfarkt, Herzkreislauferkrankungen, Raucherbein und Lungenembolie taugliche Nikotin.

Eine gesunde Zigarette?

Das macht Hersteller lachen und vor allem werben – mit der bisher unbestätigten Behauptung die e-Zigarette sei eine „gesunde" Zigarette. Ob eine Gerätschaft, die zum Konsum des hochtoxischen Nikotins verleitet, überhaupt als gesund bezeichnet werden kann, soll hier ausdrücklich bezweifelt werden.

Die Illusion des Rauchens

Wollte bisher ein Raucher auf andere Art und Weise- nicht verbrennend eben - seine Nikotindosis konsumieren, so war er auf Schnupf- und Kautabak, Nikotinkaugummis und –pflaster angewiesen. Bei allen fehlt die Beschäftigung der Hände, bei dem letztgenannten bleibt gar das Mäulchen unseres Süchtelheimers ohne Aufgabe, na ja, und keines dieser Dinge „brennt" nun wirklich gut, nicht wahr?
Was macht die e-Zigarette also attraktiv? Sie hält die Illusion des Rauchens aufrecht. Der Dampf, leicht erhitzt und mit Nikotin aber auch mit Aromastoffen versetzt, bewirkt ein dem traditionellen Rauchen ähnliches Körperempfinden, ja, sogar der so geliebte Nikotin"kick" soll erhalten bleiben – das ist für den Abhängigen wahrhaft frohe Kunde.

e-Zigaretten – eine Alternative zum herkömmlichen Rauchen?

Die elektrische Zigarette stellt sicherlich dem eingefleischten Raucher eine funktionsfähige Alternative zum gewöhnlichen Verbrennen von Tabak in Zigarette, Zigarre oder Pfeife, zumal der Markt auch e-Zigarren und e-Pfeifen (elektrische Zigarren, elektrische Pfeifen) bietet. Seit ihrer Einführung wurden keine über das Nikotinrisiko hinausgehenden gesundheitlichen Risiken bekannt. Natürlich kann das auch an der Kürze der Zeit liegen, und zukünftige Untersuchungen mögen weitere Gesundheitsrisiken zu Tage fördern.

Allerdings starben im Jahr 2006 mehr als 40.000 Bundesdeutsche an Krankheiten wie Lungen-, Kehlkopf- oder Luftröhrenkrebs. Alle diese Krankheiten und weitere mehr können mit dem herkömmlichen Verzehr von Tabak in Zusammenhang gebracht werden.