eine Studie von Jean-François Etter

e-zigarette-test: studie von jean-francois etter

Untersuchung der Universität Genf

Ende 2009 führte Jean-Francois Etter von der Universität Genf einer offenen Umfrage zu e-Zigaretten durch. Die Teilnehmer gaben als positive Merkmale an: eine allgemeine Verbesserung der Gesundheit, insbesondere der Atmung, weniger Raucherhusten, aber auch eine Unterstützung beim Rauchstopp. Negativ wurden die schlechte Verarbeitungsqualität der Geräte, ihre mangelnde Verlässlichkeit und die häufigen Ausfälle erwähnt.

Zwischen September und Oktober 2009 konnten Besucher der Webseite Stop-Tabac.ch der Universität Genf (ca. 120.000 Besucher pro Monat) an einer offenen Umfrage zum Thema e-Zigarette teilnehmen. Die Teilnehmer waren eher jung *(37 Jahre) und in ihrer Mehrheit Männer (77%), die seit etwa 100 Tagen keine Tabakzigaretten mehr rauchten. Sie benutzen eine e-Zigarette seit etwa drei Monaten mit 175 Zügen pro Tag. Die Nikotinmenge lag bei 14 mg. Die Begrenzung der Studie liegt in der geringen Teilnehmerzahl (81). Das ist keinesfalls eine repräsentative Stichprobe. Außerdem wird die Schweizer Webseite von Menschen besucht, die wahrscheinlich schon einmal versucht haben, mit dem Rauchen aufzuhören, stärker motiviert sind, mit dem Rauchen aufzuhören, von Tabak eher weniger abhängig sind und über eine bessere Ausbildung verfügen. Die Auswertungen stellen eine interessante erste Information dar, können allerdings nicht zur Verallgemeinerung dienen.

Positive Wirkung der e-Zigarette

Die beiden häufigsten Angaben zu den positiven Effekten der e-Zigarette waren:

  • eine Verbesserung der Atmung und des Atmens. ("Nach körperlicher Anstrengung bin ich nicht so atemlos.")
  • unterstützt den Nikotinentzug (Rauchstopp) ("Ich habe problemlos mit dem Rauchen aufgehört.")

Die Teilnehmer nannten ebenso weniger Raucherhusten, eine weniger gereizte Kehle, verbesserte allgemeine Gesundheit und körperliche Fitness. Außerdem verursachen e-Zigarette keine unangenehmen Gerüche (Kleider, Wohnung) und keinen Mundgeruch.

Negative Wirkung der e-Zigarette

Als negativ oder unerwünscht nannten die Teilnehmer am häufigsten:

  • trockener Mund und Kehle
  • Schwindel
  • Kopfschmerz oder Übelkeit

Bemängelt wurde auch der Geschmack, die Kosten, technische Probleme mit den Akkus, Schwierigkeiten, das Nikotin exakt zu dosieren und interessanterweise in einigen wenigen Fällen eine Gewichtszunahme.

Positive Merkmale der e-Zigarette

Als positive Merkmale der e-Zigarette selbst nannten die Teilnehmer zumeist:

  • Geschmack und Geschmacksvielfalt
  • die wohltuende Wirkung auf die Gesundheit, Atmung und Husten
  • das Fehlen von unangenehmen Gerüchen und Mundgeruch
  • das Vergnügen beim Inhalieren und das herbe Gefühl in der Kehle
  • die Benutzung der e-Zigarette ist vergleichbar mit dem Rauchen einer "echten" Zigarette
  • die e-Zigarette ist weniger giftig als eine Tabakzigarette
  • die e-Zigarette hilft, mit dem Rauchen aufzuhören (Nikotinentzug, Rauchstopp)
  • die e-Zigarette kann überall benutzt werden

Negative Merkmale der e-Zigarette

Die Frage nach den drei negativsten Aspekten der e-Zigarette wurde beantwortet mit:

  • ganz im Besonderen die schlechte Qualität der Geräte
  • e-Zigaretten sind in der Benutzung umständlich oder unpraktisch ("Es ist schwierig, das e-Liquid nachzufüllen.")
  • das e-Liquid kann während der Benutzung auslaufen
  • mangelnde Information über die Inhaltsstoffe des Dampfes und der mit der e-Zigarette verbundenen Gesundheitsrisiken

Außerdem beschäftigten die Teilnehmer die Fragen:

  • Sind die e-Zigaretten sicher?
  • Was ist deren Wirkung auf die Gesundheit?
  • Sind e-Zigaretten giftig?
  • Der rechtliche Status: werden e-Zigaretten verboten?
  • Zusammensetzung der Nikotindepots ("Was genau ist der Inhalt des e-Liquids?")
  • Wie gut ist die Qualität der e-Liquids
  • Warum wurden noch keine seriösen Studien zu e-Zigarette veröffentlicht?
  • Warum werden e-Zigaretten nicht in Apotheken verkauft?
  • Warum werden e-Zigaretten nicht im Westen produziert?

Die Kommentare zur Dokumentation beurteilten diese in der Mehrzahl als gut, zufriedenstellend oder angemessen; allerdings beklagte fast die Hälfte mangelnde Information oder das Fehlen der Dokumentation. Drei Teilnehmer gaben an, dass sie sich die notwendigen Hinweise online aus dem Internet und Internet-Foren besorgten.

80% sind sehr zufrieden!

Die Teilnehmer wurden auch aufgefordert, allgemeine Kommentare zu e-Zigaretten abzugeben. Die überwältigende Mehrheit (80%) war von dem Gerät deutlich überzeugt: abgegebene Wertungen waren: "hervorragendes Produkt", "Wunderprodukt", "unglaublich", "sehr zufrieden", "gut", "empfehlenswert", "effektiver als Nikotinersatztherapie (NET)". Auch hier bemerkte ein Teil der Teilnehmer, dass die e-Zigarette hilft, mit dem Rauchen aufzuhören.

Lediglich ein Fünftel der Angaben war negativ.

Allgemeines

e-Zigaretten werden seit einigen Jahren produziert - hauptsächlich von kleineren Firmen in China. Der Schweizer Forscher vermutet, dass sie wahrscheinlich weniger schädlich sind als das Rauchen von Tabak, aber "fast sicher gefährlicher als medizinische Nikotininhalatoren". e-Zigaretten würden nicht gemäß der hohen Standards, die für pharmazeutische Unternehmen gelten, hergestellt. Also könne der inhalierte Dampf Verunreinigungen enthalten, die für den Konsumenten möglicherweise gefährlich seien. Besonders die Herkunft des Nikotins sei ungewiss: so könne ein mit Pestiziden belastetes Nikotin verwendet werden - anstelle eines von pharmazeutischer Qualität.

* alle Werte sind Zentralwerte (Mediane) und nicht etwa Durchschnittswerte. Der Zentralwert ist der Wert, der eine geordnete Datenreihe in zwei Hälften teilt: die eine Hälfte liegt unter und die andere Hälfte über dem Zentralwert. Nehmen wir als Beispiel die folgenden Altersangaben:

18, 23, 34, 36 - [37] - 39, 41, 42, 83

Das sind neun Werte und der letzte Wert ist deutlich größer als die anderen - ein sogenannter "Ausreißer". Der Wert, der in der Mitte steht, der in eckigen Klammern, ist der Zentralwert (Median). Vor ihm stehen 4 kleinere und nach ihm 4 größere Werte. Der Zentralwert (Median) beträgt also 37. Der Durchschnitt (Summe der Elemente geteilt durch ihre Anzahl, also 353/9) beträgt 39,22 und verzerrt das Bild, da sechs Werte der Reihe darunter liegen.

Der Median ist also insofern ein "Mittelwert" als er genau in der "Mitte" der Datenreihe liegt. Er wird bei kleinen Datenreihen dem Durchschnitt (arithmetisches Mittel) vorgezogen.

Quelle:

Electronic cigarettes: a survey of users
Jean-François Etter
Institute of Social and Preventive Medicine
Faculty of Medicine
University of Geneva
University of Geneva, CMU, case postale
CH-1211 Geneva 4, Switzerland.
http://www.stoptabac.ch/fr/cv_etter.html