e-Zigaretten verletzen das Rauchverbot nicht

Dampfen ist nicht Rauchen Aus dem Land der unbeschränkten Möglichkeiten dringt Positives an unser Ohr. Der republikanische Delegierte Chris Peace stellt eine offizielle Anfrage und bittet um Stellungnahme. Attorney General Kenneth Cuccinelli II von Virginia bestätigt: die e-Zigarette verletzt nicht das Rauchverbot. In Virginia.
Christopher K. Peace
Republikaner
Ein Bewohner seines Wahlkreis wollte es wissen: verletzt die e-Zigarette das auch in Virginia allgegenwärtige Rauchverbot?

Pflichtschuldigst gab der republikanische Delegierte Chris Peace diese Frage an den Generalstaatsanwalt des Bundesstaates zu einer Stellungnahme weiter.

Kenneth Cuccinelli II
Attorney General von Virginia
Der hatte nun zu Auskunft zu geben, ob seiner sach- und fachkundigen Meinung nach, eine e-Zigarette der Definition von „Rauch oder Rauchen" unterliege und gab postwendend bekannt, dass dies nach nicht zutreffe.

Der Delegierte Chris Peace hatte erklärt, dass die „elektronische Zigarette, auch als e-Zigarette oder Persönlicher Verdampfer [Personal Vaporizer] bekannt, ein akkubetriebenes Gerät sei, dass Nikotin zum Inhalieren durch das Verdampfen einer Lösung zur Verfügung stellt". Weiterhin diene – so Chris Peace – die e-Zigarette als Ersatz und Alternative zu traditionellen Tabakprodukten wie Zigaretten, Zigarren oder Pfeifen. Schlussendlich produziere die e-Zigarette keinen Rauch; auch sei keinerlei Verbrennung mit dem Vorgang verbunden.

Die Stellungnahme Das Rauchen selbst ist in Virginia an einer Vielzahl von Orten verboten; „Rauch" oder „Rauchen" ist definiert als „das Tragen oder Halten einer angezündeten Pfeife, Zigarre oder Zigarette jederlei Art, oder einer jeden anderen Rauchvorrichtung, oder das Anzünden, Inhalieren oder Ausatmen des Rauches einer Pfeife, Zigarre oder Zigarette jederlei Art." So die entsprechenden Rechtsvorschriften des (ehemaligen) Tabakstaates Virginia.
Ein- oder Ausatmen von Rauch Die e-Zigarette nun führe aber nicht zu einem „Ein- oder Ausatmen von Rauch". Dieser sei nach Merriam-Webster's Wörterbuch als das „gasartige Produkt der Verbrennung kohlenstoffhaltiger Materialien" definiert. Zwar gebe es auch eine Definition, die Rauch beschreibe als „Dunst oder Dampf infolge der Einwirkung von Hitze auf Feuchtigkeit"; dies entspreche aber nicht dem herkömmlichen Verständnis. Gesetzliche Bestimmungen aber sollten „gewöhnliche und klare Bedeutungen" benutzen. Wasserdampf, wie er etwa von einem Teekessel erzeugt werde, betrachte man im allgemeinen nicht als Rauch.

Die e-Zigarette funktioniere nicht wie eine Tabakzigarette. Der von einer e-Zigarette emittierte Dampf falle nicht unter die Definition von „Rauch oder Rauchen" gemäß den gesetzlichen Bestimmungen. Auch werde die e-Zigarette per Akku betrieben und nicht „angezündet"; zu ihrer Handhabung sei „keine Flamme" erforderlich.

e-Zigarette verletzt das Rauchverbot nicht Entsprechend gelangt nun Kenneth T. Cuccinelli II in seiner Eigenschaft als Generalstaatsanwalt von Virginia (Attorney General) zu der Erkenntnis, dass die Definition von Rauch und Rauchen auf die e-Zigarette nicht anzuwenden sein.
Chris Peace legt nach „Wenn es der Zweck des Rauchverbotes war, eine gesündere Atmosphäre an den öffentlichen Orten und Gebäuden des Staates zu schaffen" so der republikanische Delegierte, „und damit das Passivrauchen zu reduzieren, so scheint logischerweise die e-Zigarette hier nicht die Kriterien zu erfüllen."
Chris Peace ist nicht zu stoppen „Viele Benuzter der e-Zigarette haben berichtet, dass das Produkt ihnen geholfen hat, das Rauchen von Tabakzigaretten zu reduzieren oder ganz einzustellen. Das ist ein positives Ergebnis und führt zu mehr Gesundheit, einer Verbesserung der Lebensqualität und einer Senkung der medizinischen Ausgaben für diese Bürger."