Erfahrungsbericht: die eGo-C von Joyetech

eGo-C von Joyetech

Joyetech Ego-C bei mrsmoke

Nach über 35 Jahren Tabakzigaretten, mindestens eine Packung täglich: vor 8 Wochen habe ich mir das erste Starter-Kit gekauft. Das Päckchen vom Postmann in Empfang genommen, ausgepackt, zusammengesteckt, befüllt und los. Seitdem dampfe ich statt zu rauchen. So viel sei also vorweg gesagt: meine eGos möchte ich nicht mehr missen. Die "Pyros" habe ich schon fast vergessen.

Tatsächlich hatte ich mir zu Anfang, ahnungslos wie ich war, noch nicht die eGo-C, sondern das Vorgängermodell, die eGo-T angeschafft. Im Doppelpack samt Ladegerät und Zubehör, wie sie als Starter-Kit bzw. Starter-Set angeboten werden. Erst als wenige Wochen später die erste Ersatzbeschaffung anstand, habe ich mich für ein eGo-C Starterset entschieden.

Ein persönlicher Erfahrungsbericht vom Woda

Bezugsquelle

Das Gerät wird von mrsmoke aus Hamburg vertrieben. Ihr könnt dort sogar auf Rechnung (!) kaufen.

mrsmoke - eGo-C

Testbericht über das Nachfolgemodell
Testbericht eGo CC von Joytech

Was unterscheidet die eGo-T von der eGo-C?

Unterschiede nur im Detail

Von außen gesehen unterscheidet sich die eGo-C nur geringfügig von der eGo-T. Die Akkus und die Tankmundstücke sind praktisch identisch und gegeneinander austauschbar.

eGo-C

Einzig der Mittelteil ist bei der eGo-T aus einem Stück, während dieser bei der Nachfolgerin eGo-C in drei Einzelteile zerlegt werden kann:

  • Sockel (atomizer base)
  • Verdampfer (atomizer head)
  • Hülse (cone)

Upgrade für eGo-T-Benutzer

Sockel und Hülse sind als Upgrade erhältlich. Das ist für eGo-T Besitzer interessant: so können sie ihre Akkus und Tanks weiter benutzen.

Die Verdampfer liegen dem Starterset im 5er Pack bei und werden auch zum Nachkaufen angeboten.

Die eGo-Varianten

Typ A
Typ B

Die eGo-T und die eGo-C werden in zwei Varianten angeboten: Typ A und Typ B.

Was unterscheidet Typ A von Typ B?

Der Unterschied besteht im Volumen des Tankmundstückes. Die Tanks vom Typ B fassen doppelt so viel Dampfflüssigkeit (e-liquid,Juice) wie die vom Typ A. Also müssen Dampfer vom Typ A auch ungefähr doppelt so oft nachfüllen ;)

Der Typ A ist verbreiteter als der Typ B.

Tipp

Allerdings müssen beide beachten, dass bis auf die Akkus und die Tankmundstücke alle Teile vom selben Typ sein müssen, damit alles passt und funktioniert.

Da Teile vom Typ A viel häufiger und in der Regel auch preisgünstiger zu bekommen sind als die Teile vom Typ B, rate ich im Zweifel zum "Standard" und damit Typ A.

Original eGo-C bzw. eGo-T von Joyetech

Meine Erfahrungen beziehen sich auf die Original eGo-C bzw. eGo-T von Joyetech mit:

  • austauschbaren, wiederbefüllbaren Tank-Mundstücken
  • getasteten und geregelten Akkus unterschiedlicher Kapazität
  • austauschbarem Verdampfer
  • bei der eGo-T in einem Stück
  • bei der eGo-C nur das Töpfchen

eGo-C oder eGo-T?

In Handhabung, Ausdauer und Geschmack konnte ich keine Unterschiede zwischen eGo-T und eGo-C erkennen. Wer sich ein Doppelpack mit Zubehör im Starterset zulegen möchte, sollte sich allein aus Gründen der Wirtschaftlichkeit im Zweifel für die eGo-C entscheiden.

Tipp

Allerdings bekommt man die Vorgängerin zuweilen mit erheblichem Preisnachlass angeboten. Wer den später fälligen Upgrade einrechnet, kann damit günstiger fahren, als wenn er von vornherein ein Starter-Set mit dem aktuellen Modell eGo-C erwirbt.

Ein Starter-Set zum Testen
Zwei zum Durchstarten

Wer es nur mal ausprobieren möchte, ist mit einem einzigen Starter-Set fürs Erste gut bedient. Wer wirklich umsteigen möchte und daher schon weiß, dass er sich auf Dauer mit dem E- vor der Zigarette einrichten wird, der sollte besser gleich nach zwei Starter-Sets Ausschau halten. Denn das ist der günstigste Weg, zu einer praktikablen, ausfallsicheren Grundausstattung zu kommen:

  • 2 Ladegeräte
  • 4 Akkus
  • 4 eGo-T bzw. 10 eGo-C Verdampfer
  • plus x Tankmundstücke etc.

Die e-Liquids

(„Juices“, Dampfflüssigkeit)

Hunderte Geschmacksrichtungen
Auch ohne Nikotin

Bei den e-Liquids besteht freie Auswahl. Hunderte verschiedener Geschmacksrichtungen werden angeboten. Jeweils in mindestens drei unterschiedlichen Nikotinstärken.

Auch nikotinfrei.

Die "0,0 mg" Variante empfehle ich aber nur den wild entschlossenen Um- und Aussteigern, die den Umstieg vom Rauchen aufs Dampfen gleich noch mit der vollständigen Entwöhnung vom Nikotin verbinden möchten.

Vorsichtigere und vielleicht realistischer eingestellte Naturen empfehle ich mit der Stärke anzufangen, die sie zuletzt herkömmlich geraucht haben.

Liquidstärken

Welcher Nikotingehalt entspricht welcher Zigarettenstärke?

Es entsprechen:

Nikotingehalt
e-Liquid

Zigarette
6 mg "light"
12 mg "medium"
16 mg "heavy"

Alles darüber oder darunter ist nur dem anzuraten, der genau weiss, was er bekommt, und der zugleich auch sicher ist, dass er damit klar kommt.

PET Fläschchen mit kindersicheren Druck-und-Schraubverschluss.

Gebrauchsfertige e-Liquide sind in der Regel in 10 ml PET Fläschchen abgefüllt, mit einem einigermaßen kindersicheren Druck-und-Schraubverschluss. Der Inhalt eines solchen Fläschchens reicht dem Gewohnheitsdampfer etwa 2 bis 5 Tage. Dann ist Ersatz fällig, zu Preisen ab 4,50 EUR pro 10 ml.

Tipp

Die meisten Fläschchen verbergen unter dem "kindersicheren" Schraubverschluss einen Stutzen. Der ist zu dick, um damit direkt ein Tankmundstück für die eGo-C bzw. eGo-T zu befüllen. Erst mit der Zeit finden sich auch Fläschchen mit dem "richtigen", dünnen Stutzen, der direkt ins Loch im Tankdeckel passt. Und es lohnt sich, diese Stutzen nach Entleeren des Fläschchens wiederzuverwenden. Man kann sie nämlich ohne Probleme gegen den zu dicken Stutzen eines anderen Fläschchens austauschen.

Sonst bleibt dem eGoisten, auf die Schnelle, nur übrig, den Hartplastikdeckel des Tankmundstücks mit dem Daumennagel abzupfriemeln. Dann kann der Tank mit beliebig breitem Fläschchenstutzen befüllt werden. Anschließend wieder den Deckel drauf drücken. Fertig. Nur, besonders zu Anfang, wenn der Deckel noch am strammsten auf dem Tänkchen sitzt, kann das schon mal den Daumennagel kosten, wenn man nicht gleich lieber zur Flachzange greift ...

Alternativ gibt es für eGo-C- bzw. eGo-T-Mundstücke auch Tankdeckelchen aus anschmiegsamem Silikon zu kaufen. Die lassen sich sehr leicht abnehmen und wieder aufsetzen und sind daher unter eGoisten ausgesprochen beliebt. Allerdings scheint mir das Zugverhalten mit hartem Deckel etwas besser zu sein, weil der Tank fester auf dem Dorn sitzt. Die Qual der Wahl ...

Die eGo-C: ein ausgereiftes System

Die eGo-C (auch die eGo-T) ist ein ausgereiftes System. Es ist wohl durchdacht und hat sich in wesentlichen Teilen sogar schon jahrelang bewährt. Die Einzelteile werden in vielen Variationen angeboten; sie sind beliebig kombinierbar.

Die Akkus

Da sind die Akkus, die es in 3 Grössen mit unterschiedlichen Kapazitäten, sprich Laufleistungen, zu kaufen gibt. Der kurzschluss-sichere Schraubanschluss am oberen Ende ist immer derselbe. Mit integriertem Leuchttaster zum manuellen "Feuern" des Verdampfers.

Der eGo-C Akku leuchtet anfangs weiss, mit fortschreitender Entladung blau. Der eGo-T Akku blinkt, wenn der Daumen zu lange auf "Feuern" liegt oder der Akku entladen ist.

Man schraubt den Akku zum Gebrauch an den Verdampfer genau so wie zum Aufladen an das Ladegerät. Das eigentlich nur ein ca. 30 cm langes USB Kabel ist. Mit einer eGo Schraubverbindung am einen und einem normalem USB Stecker am anderen Ende. Letzterer passt in jede normale USB Buchse, z.B. zum Aufladen am PC. Oder in den mitgelieferten Euro-Stecker mit integrierter USB Buchse, zum direkten Aufladen an der Steckdose in der Wand, in der Mehrfachsteckdose usw.

Tipp

Versehentliches Entladen vermeiden!

5-mal klicken, in kurzer Folge, schaltet den Akku ein oder aus. Das ist sehr praktisch zum Wegstecken des Dampfgeräts in die Hemd- oder Hosentasche, ohne sich Gedanken darüber machen zu müssen, ob die Dampfe versehentlich losgeht.

Pass Through

Wer befürchtet, dass ihm der Akku zu schnell ausgeht, der kann ihn „Pass Through“ aufladen. Ein solcher Akku sieht wie ein gewöhnlicher aus, verbirgt allerdings hinter der verchromten Kappe am unteren Ende einen gewöhnlichen Mini-USB-Anschluss nebst Ladekabel. So können wir einfach weiterdampfen, während über Kabel verbunden der Rechner den Akku ständig auflädt.

Ist Größe doch wichtig?

Wer denn nun etwas
Dickes und Langes
in Händen halten möchte...

Und wem die Kapazität selbst des größten eGo Akkus nicht ausreicht, kann den eGo-T Battery Mod erwerben, ein etwa daumendickes Stück Aluminiumrohr mit eGo-Anschluss oben drauf, in das ein Standard Akku vom Typ 18650 passt, mit einer bis zu 5 fachen Kapazität im Vergleich zum "dicksten" Standard eGo Akku.

Standard-Akku genügt vollkommen

Ich komme mit dem kleinsten eGo Akku mit einer Nennkapazität von 650 mAh (Milliampere-Stunden) ungefähr 2 bis 4 Stunden weit. Wenn ich ausgehe, nehme ich in der Regel mindestens eine frisch aufgeladene und befüllte Ersatzdampfe mit.

Andere Dampfer berichten, dass sie mit den "Standard" Akkus aus dem eGo-C bzw. eGo-T-Starterset sogar durch den ganzen Tag kommen. Das eGo-System bietet jedem Dampfer jede passende Ausstattung für zuhause und unterwegs.

Die Verdampfer

Ausgesprochen vielfältig sind auch die Erfahrungen mit den eGo-Verdampfern. Die einen tauschen sie schon nach wenigen Tagen aus. Andere schaffen es - mit zuweilen erstaunlichen Tricks – und nutzen monatelang denselben Verdampfer. Angeblich mit einer Dampf- und Geschmacksleistung wie am ersten Tag.

Die Reinigung des Verdampfers

Aus eigener Erfahrung kann ich dazu sagen: spätestens nach etwas 2 bis 3 Wochen Dauerbetrieb - mehr oder weniger - hat bei mir noch jeder eGo-C bzw. eGo-T-Verdampfer seinen Dienst versagt. Nun heißt es: gegen einen neuen Verdampfer austauschen oder den aufgebrauchten durch Reinigen oder "Trockenbrennen" (dry-burn) wieder instand setzen.

Das zum Starter-Set mitgelieferte Handbuch, ein winziges Faltblättchen, unterscheidet zwischen einfacher und sorgfältiger Reinigung.

Einfache Reinigung

Die einfache Reinigung beruht auf schlichtem Ausblasen des Verdampferteils der eGo-Zigarette. Nach Entfernen von Tankmundstück und Akku nimmt man das Teil mit dem Akkuanschluss in den Mund, hält ein Papiertaschentuch oder ein Stück von der Küchenrolle kurz vor die Mundstücköffnung und bläst, bis die Liquidreste austropfen. Dann stellt man das Verdampferteil kopfüber auf eine saugfähige und verschmutzungsberechtigte Unterlage und wartet ab. In der Hoffnung, das war's.

Sorgfältige Reinigung

Die nicht ganz so einfache Variante der Reinigung eines eGo-Verdampfers besteht darin, das Teil in warmem Wasser zu schwenken, zu spülen, halbwegs trocken zu blasen und zur Resttrocknung aufzustellen, siehe oben. Diese Variante kann weiter verbessern, wer statt oder abwechselnd mit warmem Wasser, laut Joyetech Anleitung, "Apotheken-Alkohol" verwendet. Die besten Ergebnisse sind zu erwarten, wenn das Teil zwischendurch auch einfach mal mindestens 30 Minuten in Ruhe im Lösungsmittel "einliegt".

Weitere Methoden der Reinigung

Die Verschmutzung des Verdampfers beruht auf Rückständen der verdampften Flüssigkeit. Sie setzt sich als braun/schwarze Kruste auf der Heizwendel und dem zuführenden Docht fest. Mit handwarmem Wasser allein ist da nur in leichten Fällen noch etwas zu retten. Es sei denn, man ist bereit, sehr, sehr lange zu warten.

Reinigung mit Cola

Coca-Cola enthält neben Phosphorsäure vor allem eine ganze Menge Zucker und Farbstoff und und und ... was jedenfalls mit Sicherheit nichts zur Auflösung der Dampfkruste beitragen kann.

Reinigung mit Alkohol (Wodka)
Ethylalkohol
Isopropylalkohol

Wodka hingegen hat unbestritten einen enormen Alkoholgehalt, aber für Lösungsmittel- und Reinigungszwecke sind es dann doch eher bescheidene ca. 40 Prozent. Da folge ich doch lieber den Herstellerempfehlungen und verwende mindestens 70-prozentigen Alkohol aus der Apotheke oder Drogerie.

Ethylalkohol (Ethanol, Weingeist) tut es im Prinzip genauso wie Isopropylalkohol (Isopropanol, IPA). Beides hat neben der Lösemitteleigenschaft den Vorteil, einfach so und absolut rückstandsfrei zu verdampfen.

Was bei Wodka und Coca-Cola nur mittels einer vorherigen, mehr oder weniger aufwändigen Spülprozedur zu bewerkstelligen ist.

Reinigung durch „Dry-Burn“ (Trockenbrennen)

Statt die Kruste mit Wasser oder Alkohol aufzulösen, kann man auch den "Dry-Burn" versuchen.

  • Dornplatte aus dem Verdampfer entfernen
  • Verdampfer wieder in die e-Zigarette montieren
  • trocken d.h. ohne frisches Liquid „dampfen“
  • anschließend periodisch kurz aufheizen, bis die Heizwendel wieder unverkrustet hell glimmt.

Meiner Erfahrung nach hat diese Methode dann guten Erfolg, wenn wir die Reinigung frühzeitig durchführen, ehe die Heizwendel vollständig "eingesaut" ist.

Das „C“ in „eGo-C

„C“ steht für „changeable“

Aber alles schön und gut. Vielleicht das Beste am eGo-C System ist eben das "C", das laut Hersteller für "changeable" steht.

Bedeutet in der Praxis: wenn das Verdampfertöpfchen versagt, derzeit im Wert pro Stück zwischen 2,50 und 5,50 EUR, dann kann man es auch einfach mit zwei Fingern einer Hand austauschen und das alte verkrustete Töpfchen vergessen und entsorgen.

Neues Töpfchen rein und gut weiterdampfen.

Wichtiger Hinweis

Was "eGoisten" wie ich außerdem schnell lernen: nicht überall wo "eGo" draufsteht, ist auch eGo drin. Jedenfalls nicht die Originalteile vom chinesischen Hersteller Joyetech. Die Bezeichnung ist nicht geschützt. Sie wird für alles verwendet, was irgendwie mit e-Zigaretten vom Typ "eGo" zu tun hat. Und das können selbst die Vorvorgängermodelle mit Wattedepot statt Tanksystem sein.

Und die Bezeichnungen "eGo", "eGo-C", "eGo-T" ... werden offenbar von unzähligen Herstellern und Händlern verwendet.

Käufer erkennen in der Regel nicht, ob es sich um eine "offizielle" Variante, z.B. eine lizenzierte Handelsmarke, oder eine dreiste Kopie eines anonymen Herstellers handelt. Allerdings: viele No-Name Teile sind so gut kopiert, dass die Anwender von wenigen bis gar keinen Problemen damit berichten. Und wer einen Bruchteil des Originalpreises bezahlt, dürfte diesbezüglich ohnehin etwas großzügiger sein.

Fazit

Mein persönliches Fazit nach 8 Wochen eGo-C

Die eGo-C von Joyetech ist und bleibt bis auf weiteres mein Alltagsdampfer. Das System ist durchdacht und bewährt. Ich kann mir die Einzelteile so kombinieren, dass sie zuhause und unterwegs immer guten Dampf bringen.

Die eGo-C ist simpel und einfach, die Handhabung gelingt auch im Halbdunkel. Sie ist verlässlich und praktisch: so können wir vollständig auf den "Survival Pack" in Form eines Päckchens Verbrennungszigaretten und eines Einwegfeuerzeuges dauerhaft verzichten.

Verbesserungsfähig scheint mir, Stand heute, allenfalls die Fummelei mit den Liquidfläschchen, die den "falschen", weil zu dicken Stutzen aufweisen, um sie direkt, schraub' und plopp!, ins Tankmundstück zu stecken.

Vielen Dank für diesen ausführlichen und tollen Bericht, wolkendampfer!