mit der e-Zigarette
Nichtraucher werden mit der e-Zigarette – die Ergebnisse
Wer Nichtraucher werden will, sucht heute eher nach der e-Zigarette als nach Nikotinersatz wie Nikotinpflaster oder Nikotinkaugummis. Die „Erfolgsrate“ der Nikotinersatzmitteltherapie ist beschämend gering. Neue Studien zeigen, dass nach sechs Monaten über 88% der Probanden wieder zur Zigarette greifen – sehen so Erfolge aus?
Die bekannten Methoden der Rauchentwöhnung zielen vor allem auf die Nikotinentwöhnung und lassen körperliche und verhaltensorientierte Elemente unberücksichtigt. Als Raucher müssen wir ja nicht nur das Rauchen aufgeben, sondern auch ein komplexes, liebgewordenes Ritual und natürlich auch ein bestimmtes Bild von uns selbst.
In all ihrer Begrenzung zeigt die Umfrage doch einen deutlichen Trend: das Lifestyle-Produkt e-Zigarette wird auch zunehmend und bewußt zur Raucherentwöhnung eingesetzt. Sieben Monate nach dem Erstkauf einer e-Zigarette ergab sich folgendes Bild:
- zwei Drittel der Teilnehmer reduzierten die Anzahl der Tabak-Zigaretten am Tag
- eine knappe Hälfte reduzierte den Nikotinkonsum
- eine knappe Hälfte stellte das Rauchen ein – wenigstens zeitweise
- ein gutes Viertel legte die e-Zigarette wieder weg
- ein gutes Fünftel nutzte die e-Zigarette gelegentlich
- mehr als die Hälfte nutzte die e-Zigarette täglich
Ein knappes Drittel (31%) hatte mit dem Rauchen - also mit der Tabakzigarette – gänzlich aufgehört. Das stellt vergleichbare Zahlen der Nikotinersatzmittel klar in den Schatten. Und von denen, die rauchfrei waren, waren immerhin ein gutes Drittel (34,3%) auch nikotinfrei.
Allerdings: wenn wir ein „gutes Drittel“ mit einem „knappen Drittel“ multiplizieren, dann sind das auch wieder nur an die 10%, die mit der e-Zigarette erfolgreich Nichtraucher werden können.
Klar und deutlich: das sieht nicht besser aus als bei den Nikotinersatzmitteln. Etwa 10% schaffen es, zum Nichtraucher zu werden - und immerhin ein Drittel kommt von der Tabak-Zigarette weg und kann auf die gesündere Alternative e-Zigarette umsteigen.
Auch wenn für einen nicht geringen Teil der Raucher die e-Zigarette keine Alternative für die Zigarette ist, so hilft das Dampfgerät doch vielen Nikotinjunkies, die Risiken ihrer Sucht zu minimieren.
e-Zigarette als Ergänzung und Überbrückung
Wer die e-Zigarette als Zwischenlösung nutzt um in Rauchverbotszonen zu „rauchen“, reduziert damit die Anzahl der Tabak-Zigaretten und damit natürlich in entsprechendem Maße die Belastung durch die im Rauch enthaltenen Schadstoffe.
e-Zigarette als Alternative zur Zigarette
Wer die e-Zigarette als Alternative zur Zigarette benutzt, hat sich für die deutlich weniger schädliche Variante des Nikotinkonsums entschieden. Auch wenn belastbare Untersuchungen zur Schädlichkeit der e-Zigarette noch nicht vorliegen, so sagt uns doch der gesunde Menschenverstand, dass die rauchfreie e-Zigarette nicht dieselben Risiken mit sich bringen kann, die durch die im Rauch der Tabak-Zigarette enthaltenen Schadstoffe entstehen.
Natürlich sind „Dampfer“ keine „echten Nichtraucher“. Ein Nichtraucher ist nicht nur rauchfrei. Er ist auch nikotinfrei.
Nichtraucher werden mit der e-Zigarette
Einem Teil der e-Raucher gelingt die Raucherentwöhnung. Sie gehen dabei in folgenden Stufen vor:
- Test der e-Zigarette
- e-Zigarette als Ergänzung
- e-Zigarette als Ersatz
- e-Zigarette mit nikotinfreien „Juices“
- Rauchstopp
Nichtraucher werden mit der e-Zigarette - die Umfrage
5.000 Erstkunden eines Online-Händlers wurden per e-Mail eingeladen, an der Umfrage teilzunehmen. Und zwar sieben Monate nach dem Erstkauf. Berücksichtigt wurden nur Raucher, die „mehr als 100 Zigaretten“ in ihrem Leben geraucht hatten. Die Mehrheit der Teilnehmer hatte länger als sechs Jahre geraucht und mindestens drei Mal versucht, das Rauchen aufzugeben.
Ein großes Manko der Untersuchung ist die geringe tatsächliche Teilnehmerzahl. 222 beantworteten die gestellten Fragen, aber nur 216 – etwa 4,3% - konnten berücksichtigt werden. Wie die Erfahrung mit der e-Zigarette für die restlichen 95% aussieht, bleibt unbekannt. Vielleicht haben nur die geantwortet, die positive oder ermutigende Ergebnisse mit der e-Zigarette erzielt haben und daher begeistert sind?
Eine weitere scharfe Begrenzung ist die Definition für eine erfolgreiche Raucherentwöhnung: wer sechs Monate später noch nicht wieder zur Tabak-Zigarette gegriffen hatte, wurde als Nichtraucher gewertet. Entscheidend hier sind jedoch Zeiträume von Jahren; die wichtigste Marke sind dabei fünf Jahre.

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