e-zigarette in Südkorea Tabakprodukt

Gericht in Südkorea
stuft e-Zigarette
als Tabakprodukt ein

Ein koreanisches Gericht stufte am Montag die e-Zigarette als Tabakprodukt ein. Damit unterliegt die e-Zigarette in Südkorea den gleichen Beschränkungen wie die Zigarette. Es gelten nun dieselben Werbebeschränkungen und Rauchverbote.

Ein Importeur hatte im Juni geklagt, da die Stadt Seoul die Online-Werbung seiner Firma diesen Beschränkungen unterwarf.

e-Zigarette entspricht wirklichem Tabak

Das Verwaltungsgericht in Seoul gab nun der Stadt Recht: nach Ansicht der Richter entspricht die e-Zigarette wirklichem Tabak.

"Das gegenwärtige Recht definiert Zigaretten als ein Produkt, das Tabak zum Rauchen, Kauen oder Schnupfen zur Verfügung stellt. Das Gesetz legt außerdem fest, dass alle Ersatzprodukte denselben Regulierungen unterliegen sollen wie traditonelle Zigaretten." - so Richter Ahn Cheol-sang im Urteil.

"e-Zigaretten enthalten hier ein Nikotinkonzentrat, dass aus Tabak gewonnen wird, und sie erlauben Anwendern, dieses zu inhalieren. Daher fallen sie in die gleiche Kategorie wie traditionelle Zigaretten."

Anzeigenkampagnen für Tabakprodukte sind in Südkorea nur in den Publikationen erlaubt, weniger als einmal wächentlich erscheint. Außerdem dürfen Zigarettenhersteller auch bei Veranstaltungen ihre Produkte nicht bewerben.

Ebenso unterliegen e-Zigaretten demselben Rauchverbot wie Tabakzigaretten.

Der Verbrauch von Nikotinliquiden stieg in Südkorea von 700 Litern im Jahr 2008 auf 16.000 Litern im Jahr 2009 infolge der Verbreitung der e-Zigarette.