nichtraucher werden - die langstrecke

nichtraucher werden - ein Ausdauerprojekt

Was wir uns da vorgenommen haben, das Nichtrauchen, die wirkliche Nikotinentwöhnung, ein Leben ohne karzinogenen Tabakrauch, das ist keine Kleinigkeit.

Allein die Beschäftigung mit dem Thema und die Vorbereitung bringen uns zu einem neuen Horizont. Wenn wir uns hier einlassen, erkennen wir, dass wir ohne Zigarette leben wollen.

Wir erkennen unsere Gründe und kommen uns auf die Schliche:

nein, wir rauchen nicht gerne, wir rauchen, weil wir nach Nikotin süchtig sind, und das lassen wir uns nun nicht mehr länger gefallen. Auch nicht von uns selbst.

Der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt.

Diesen ersten Schritt, den haben wir getan - nun fehlt eigenlicht nur noch der Rest.

Zahnpaste zurück in die Tube?

Schon die genaue, eigene Untersuchung unseres Rauchverhaltens ist ein großer Schritt in die richtige Richtung. Wir wissen nun: ein Zurück gibt es nicht mehr, und diejenigen, die noch nicht unmittelbar weitergehen, merken doch, dass dies nur ein Aufschieben des Unvermeidlichen, Alternativlosen ist.

Das ist ein bisschen wie die Geschichte mit dem Christkind. Sobald wir hier die ganze Wahrheit kennen, ist es vorbei. Wir werden die Zahnpasta nicht mehr in die Tube zurückdrücken können. Wir wissen, dass wir früher oder später diese Sache mit dem Nichtrauchen angehen werden. Nicht ob wir mit dem Rauchen aufhören wollen, ist die Frage, sondern wann.

keine Kurzstrecke
ein Marathon

Wer sich nun entschließt, den nächsten Schritt zu machen, muss wissen, dass „Nichtraucher werden" wenig „mit Rauchen abgewöhnen“ zu tun hat.

Wir legen hier keine Gewohnheit ab - hier geht es um die Befreuung von einer starken Sucht.

Das ist keine Kurzstrecke. Es ist ein Marathon.

Wer sich von seiner Sucht befreien will, nimmt Abschied auf immer.

Wir werden nie mehr in unserem Leben Nikotin zu uns nehmen können, ohne rückfällig zu werden. Wie trockene Alkoholiker sind wir „trockene“ Raucher. Ex-Junkies. Die „gelegentliche“ Zigarette gibt es genauso wenig wie das folgenlose Glas Sekt zu Sylvester für den „trockenen“ Alkoholiker.

Nichtrauchen – wir schaffen das!

Wille
Entschlusskraft
unbeugsame Absicht

Für diesen Marathon brauchen wir eine Einstimmung. Wille und Entschlusskraft gehören dazu, aber sie alleine genügen nicht. Wir benötigen eine Haltung, die Castaneda „Unbeugsame Absicht“ nennt.

Die unbeugsame Absicht
versetzt uns in die Lage, unser Ziel trotz aller Widrigkeiten weiterzuverfolgen.
Die unbeugsame Absicht
erlaubt uns nach Rückschlägen und Rückfällen den Stab wiederaufzunehmen und weiterzumachen. Genau gesagt, erlaubt uns die unbeugsame Absicht nicht, nach einem Fall liegen zu bleiben.
Diese unbeugsame Absicht
ist eine Versicherung gegen den permanenten Fehlschlag.

Ich habe bestimmt 19 Mal wieder mit dem Rauchen angefangen – manchmal nach einem Tag, manchmal nach zwei, drei Monaten. Aber ich habe es auch ein 20. Mal versucht und bin nun seit 2005 „trocken“.