nichtraucher werden - methoden und wege

nichtraucher-werden-wie?

Zur Vorbereitung auf das Nichtrauchen wollen wir uns nun ein paar der gängigsten Methoden zum Rauch-Stopp ansehen. Natürlich gibt es keine „beste“, wir Menschen sind einfach zu verschieden. Der Weg, wie wir mit dem Rauchen aufhören, muss zu uns passen, und wir müssen ihn selbst wählen und akzeptieren.

Um die Erfolgschancen zu erhöhen, müssen wir unseren Wunsch, Nichtraucher zu werden, wirklich ernst nehmen. Für die Allermeisten von uns ist das nichts, was wir „dann morgen halt mal machen“. Wenn wir das auf die leichte Schulter nehmen, dann wird das womöglich nichts.

Mit dem Rauchen aufhören – das ist ein Marathonlauf, und wie auf einen Marathonlauf müssen wir uns vorbereiten und jeden Aspekt dieser Vorbereitung ernsthaft betreiben, und wie bei einem Marathonlauf ist es besser, erst dann zu starten, wenn wir in Form sind.

Aufhören ist einfach, aber nicht leicht. Verdammt nochmal, es ist sogar richtig schwer. Nur 5% aller wiedererstandenen Nichtraucher sind auch noch nach 5 Jahren „clean“. Der Rest hängt wieder am Klimmstengel.

kalter Entzug („Cold Turkey“)

Minimalistisch, einfach und radikal: von jetzt auf gleich oder doch wenigstens von heute auf morgen nie wieder eine Zigarette anfassen. Das erfordert Entschlusskraft und Durchhaltevermögen. Nicht für jeden geeignet.

Reduzieren

Stellen wir einfach zunächst fest, wie viele Zigaretten wir pro Tag rauchen. Und dann nehmen wir uns vor, jeden Tag eine weniger zu rauchen. Z.B. wenn wir unsere erste allmorgendlich bei der „Sitzung auf dem Throne“ rauchen – einfach weglassen. Ersatzlos streichen. Das läuft dann so weiter, bis es eben keine mehr zu rauchen gibt.

Nikotinersatzmitteltherapie

Zur Nikotinersatzmitteltherapie gehören

  • Nikotinpflaster
  • Nikotinkaugummis
  • Nikotinbonbons
  • Nikotinnasenspray

Alle diese Mittel sind weit überschätzt. Hier wird gerne darauf verwiesen, dass die Nikotinersatzmitteltherapie den Erfolg eines Rauch-Stopp-Versuches verdoppelt. Das scheint zunächst richtig, verliert aber an Wucht, wenn wir uns vor Augen führen, dass diese Schlangenöle eine Erfolgsrate von weniger als 2% haben, so dass die „Verdoppelung“ auf unter 4% tatsächlich bedeutet:

in mehr als 95% aller Fälle bieten Nikotinersatzmittel keine Hilfe!

Das wusste auch schon Fips Asmussen. Ob er denn das Aufhören mit dem Rauchen schon mit Kaugummis probiert hat? „Nö“, sagt er, „die brrrennen doch so schlecht….“

Eher als Unterstützung für notleidende Pharmaunternehmen geeignet.

Selbsthilfegruppe

Das ist eine hervorragende Ergänzung zu allen anderen Methoden zum Rauch-Stopp. Hier können wir mit Leidensgenossen unsere Situation erkunden, Erfahrungen austauschen und Kraft zum Durchhalten gewinnen. Sehr empfehlenswert.

Entwöhnungskurse

Idee aus der Kiste mit Vorschlägen zur Rettung notleidender Kleinunternehmer. Unterscheidet sich von der Selbsthilfegruppe durch teilweise erhebliche Kosten. Erfolgsraten sind mit kritischer Vorsicht zu genießen.

Akupunktur

Entweder als wiederholte Behandlung oder dauerhafter „Knopf im Ohr“. In der Regel werden mehrere Sitzungen vereinbart. Eine jede davon kostet jede Menge €uronen. Erfolgsraten sind mit kritischer Vorsicht zu genießen.

Den „Knopf im Ohr“ hab ich selbst mal probiert. Das hat dann zu einer starken Trotzreaktion geführt: ich musste „beweisen“, dass ich auch mit der Nadel im Ohrläppchen rauchen konnte. Als mir dies gelungen war, hab ich die Nadel dann entfernt und einfach weitergeraucht.

Hypnose

Sehr kostspielig – 100-150 €uro pro Stunde, mehrere Sitzungen notwendig. Wer sich dafür interessiert, sollte wissen, dass es Menschen gibt, die für Hypnose nicht anfällig sind.

e-Zigarette

Machen wir uns doch hier nichts vor. Die e-Zigarette ist ein modernes Gerät, speziell dafür gedacht, Nikotin wie gewohnt zu konsumieren, ohne auf Tabakprodukte zurückzugreifen. In Aussehen, Verwendung und Nutzen ähnelt sie der Tabakzigarette.

Die e-Zigarette bietet

  • Nikotin: der Stoff, der uns meilenweit gehen lässt
  • identische Benutzung: wir führen ein Teil mit der Hand zum Mund (wichtiger Bestandteil des Rauchrituals) und saugen daran
  • rauchfreier Nikotingenuss: das Nikotin wird in einem Aerosol ähnlich dem der Nebelmaschinen in unseren Diskotheken verabreicht.

So fehlen bei der e-Zigarette

  • all die vielen tausend schädlichen, teilweise krebserregenden Zusatzstoffe der Tabakzigarette
  • Teer
  • Kohlenmonoxid

Die Idee ist nun, eine e-Zigarette ganz normal zu verwenden, und nach und nach „Juices“ (Das sind die Nikotindepots für die e-Zigarette) mit einer immer niedrigeren Nikotinkonzentration zu verwenden. In der Theorie führt das dazu, dass wir zwar immer noch weiter „rauchen“, aber gleichsam „ohne es zu merken“ zu reinen, nikotinfreien Paffern werden. Das ist im Prinzip dem „Reduzieren“ sehr ähnlich.

e-Zigarette bietet rauchfreien Nikotinkonsum

An dieser Stelle wird klar: die e-Zigarette bietet uns die Möglichkeit, Nikotin zu konsumieren ohne die meisten der schädlichen Stoffe, die im Rauch der Tabakzigarette enthalten sind. Sie ist die clevere, gesündere Alternative zur Tabakzigarette, aber natürlich ist ein Dampfer kein Nichtraucher. Hierin liegt die Gefahr. Wer weniger schädlich Nikotin verzehren will, der kann das mit der e-Zigarette gut tun.

Wer mit dem Rauchen aufhören will, der lässt die Finger von der e-Zigarette.